Sonntag, 17. Januar 2016

Transphobie im Netz und in der Gesellschaft





Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal nebenbei weil ich merke dass immer noch sehr viele Menschen teilweise sehr aggressiv auf das Thema Transsexualität reagieren.


ich bin jetzt seid über 2 Jahren in der Hormontherapie (Mann zu Frau), habe in dieser Zeit viele Höhen und Tiefen gehabt, habe vieles erlebt, negatives wie auch positives, bin durch eine beschissene Zeit gegangen und habe eine unschöne Vergangenheit hinter mir im Bezug meines damalig männlichen Körpers und bin den Selbstmord gerade noch entkommen. Ich erinnere mich noch an mein Leben bevor ich von geschlechtsangleichenden Maßnahmen wusste, ich war total zurückgezogen, verzweifelt und habe viel mit mir und meinem Umfeld zu kämpfen gehabt, ich habe jeden Menschen darum beneidet sich dem Geschlecht zugehörig zu fühlen das ihnen von Geburt an gegeben wurde, ich wünschte ich hätte das auch von mir behaupten können!
Am 25.09.2013 bin ich mit der Hormontherapie angefangen, habe meine Vornamensänderung im Oktober 2015 abschließen können, meine geschlechtsangleichende Operation am 24.11.2015 hinter mich gebracht und bin gerade glücklicher als ich es je in meinem Leben gewesen bin, trozdem erlebe ich immer wieder Menschen die versuchen einen runter zu machen, einen erzählen man wäre gestört, krank, abartig, man hat kein Recht zu leben oder Sonstiges und ich muss sagen dass mich so ein Verhalten heut' zu Tage schockt und einfach verwundert. Ich verstehe dass manche Lebensweisen ungewöhnlich sind und auch ich habe Beispielweise eine starke Abneigung gegenüber Transvestiten oder andere Lebensweisen die mir unverständlich sind aber deshalb kann ich mir doch nicht das Recht herausnehmen über solche Menschen zu urteilen und sie fertig zu machen, ich meine jeder hat sein Leben und entscheidet wie er es leben möchte, man muss ja nichts mit diesen Menschen zu tun haben, darf aber auch nicht vergessen dass die meisten Menschen wie du und ich Gefühle haben und das gilt nicht nur für die Gender-Szene sondern im Allgemeinen für alle Menschen. Wenn ich ehrlich sein soll kann ich nur noch den Kopf schütteln wenn mir jemand entgegen kommt und meint: "Ey biste behindert odet wat? Lässt dein Körper umwandeln du Transe IHHH BAH!" Solche Menschen wissen in Wahrheit gar nicht was sie da reden und was sie Anderen damit für einen Schaden zufügen können. Es gibt sicher viele Menschen die sich einfach so umwandeln lassen, es vortäuschen sich dem anderen Geschlecht zugehörig zu fühlen oder nur glauben dass sie sich angleichen müssen um sich mit ihrem Körper wohl fühlen zu können weil sie schwul, lesbisch oder sonst was sind um glücklich zu sein und sich ein besseres Leben dadurch erhoffen, sich aber hinterher rausstellt: Oh dass war ja wohl doch das falsche oder halt Mann zu Frau oder Frau zu Mann Transsexuelle die ihre alten Verhaltensweisen vom damaligen Geschlecht nun nicht ablegen können und deswegen hakt man auf ihnen herum... Wenn man mich fragt hätte ich gerne gesagt ich bleibe ein Mann und hab später eine Frau und Kinder und erspare mir die Arztbesuche, Medikamente, Gerichtstermine und Operationen  aber so einfach ist das nicht! Man sagt nicht einfach mal "Ja, hihi ich werde jetzt mal Frau und schau mal ob das schockt oder nicht..." im Gegenteil man setzt sich damit gedanklich und emotional stark auseinander. Ein Mensch der kein Problem mit dem ihn gegebenen Geburtsgeschlecht hat kann sich nicht vorstellen was für eine Last es für das Leben ist wenn man merkt dass man sich 1 zu 1 wie das gegengeschlechtliche Verhält, so denkt und auch so fühlt, als wenn man damit nicht schon genug zu kämpfen hat kommen immer Menschen die einen das Leben noch schwieriger machen obwohl es dafür gar keinen Grund gibt, nicht das Thema Geschlechtsangleichung ist ein Problem, die meisten machen es sich selbst zum Problem und wissen nicht einmal warum, statt glücklich zu sein davon nicht betroffen zu sein!
Ich bin froh dass solche Menschen es nicht geschafft haben mich kaputt zu machen, im Gegenteil sie haben mich sehr fürs Leben gestärkt auch wenn viele Situation einfach nur zum heulen gewesen sind und es auch heute noch sind. Jede/r Transsexuelle wäre nur zu gerne von Geburt an das Geschlecht gewesen als was man sich zugehörig fühlt. Das man sich heute noch so über dieses Thema aufregt oder auch über andere Dinge geht einfach nicht in meinen Kopf, es gibt genug eigene Sorgen und Probleme um die man sich kümmern kann da muss man nicht noch anderen das Leben schwer machen aber dieses Gegeneinander nimmt heute ja immer mehr zu als das Füreinander und das ist echt traurig... Am besten läuft eine Frau mit ihrer Handtasche durch die Stadt, man sieht wie sie geschlagen wird und ihr die Tasche abgenommen wird und sagt dann noch: Haha, wie dumm ist die dass die auch nicht aufpasst... im Gegenteil man würde denken: Krass! Und Genau so wenig kann man was dafür wenn man sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt, ich hätte auf das Drama ganz gut verzichten können aber bin Gott verdammt sowas von dankbar dafür dass es diese Möglichkeit der Geschlechtsangleichung heute gibt denn ohne diese wäre ich bestimmt nicht mehr am Leben und wenn wäre es ein Leben voller Depressionen, Zweifel und Suizid gewesen, mit anderen Worten: Ein Leben für die Tonne!
Ich kann nur sagen: Denkt vorher nach bevor ihr Menschen irgendwelche Sätze an den Kopf werft und versucht euch mal in die Lage des Anderen zu versetzen! Man will kein Mitleid man will einfach nur ein normales Leben führen...
An alle Menschen die jeden so Leben lassen wie er es für richtig hält: Respekt! Genau so soll es sein...An Familie, Freunde und Bekannte eines Betroffenen: Seid einfach für diese Person da wenn sie euch was bedeutet und verstoßt sie nicht nur weil in ihr etwas vorgeht was ihr nicht gleich verstehen könnt oder in euren Kopf geht, es ist und bleibt die selbe Person!



Das war jetzt ein wenig Dampf den ich abgelassen habe aber das musste einfach mal raus. Es leiden einfach zu viele Menschen unter Situationen die Andere nicht gleich verstehen oder gar nicht erst verstehen wollen. Das was ich geschrieben habe gilt nicht nur für transsexuelle Menschen, sich in die Lage eines anderen zu versetzen sollte jeder mal tun bevor man unbedacht irgendwelchen Unsinn von sich gibt. Lass jeden Menschen sein und leben wie er will aber es sind oft einfach unnötige Dinge und viele wissen selber nicht genau warum sie sich überhaupt so verhalten, sie tun es einfach.


Das war mein letzter Post in diesem Monat. Ich melde mich dann nach dem Nachsorgetermin im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen wieder.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern weiterhin alles Gute und lebt euer Leben so wie ihr es für richtig haltet und nicht wie es andere von euch verlangen.

Sabrina

Freitag, 1. Januar 2016

Frohes neues Jahr!



Hallo meine Lieben,


Mir geht es zur Zeit gut soweit. Die Wundheilung verläuft super und ich kann so langsam wieder normal sitzen und mich bewegen. Das Thema Bougieren (Dehnen der Vagina) war Anfangs ja noch ganz interessant aber mittlerweile wird es langsam langweilig und ich versuche es immer mal wieder aufzuschieben aber denke mir dann doch: Ne, da musst du jetzt durch! Wo ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde gab es ja Anfangs noch Probleme mit Blutungen und ich habe mich gefragt woher die kommen, weil die nicht mehr aufhörten und habe dann einfach mal das Tamponsystem weggelassen weil ich irgendwie den Eindruck hatte das sie dem Vaginaeingang immer zum bluten bringen und so war es auch. Mittlerweile habe ich keine Blutungsprobleme mehr und alles was die Wundheilung betrifft läuft wunderbar (bis jetzt).
In 6 Wochen c.a steht dann auch die Nachuntersuchung bei Dr. Pottek im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen an, ich bin gespannt ob dann auch tatsächlich alles so in Ordnung ist wie es aussieht und hoffe dass ich dann schon einen ungefähren Termin für die Korrektur Op erfahren werde. Was genau bei der Korrektur-Op alles gemacht wird oder gemacht werden soll kann ich jetzt noch nicht sagen, das stellt sich in einigen Wochen erst heraus.

Ansonsten ist es mittlerweile auch ein anderes Lebensgefühl, mir fällt auf das ich offener und gelassen unter Menschen bin, es ist einfach ein ganz anderes Gefühl als vollständige Frau in Kontakt mit Anderen zu sein als mit dem Gefühl dass ich etwas habe was da nicht hingehört, das ging bei mir schon immer sehr auf das Selbstbewusstsein, aber ich muss sagen seid dem es weg ist bin ich sehr glücklich und zufrieden mit mir selbst.
Ich hatte auch einen tollen Start in das neue Jahr, ich habe den Tag mit meiner Familie verbracht, dann gab es am Abend noch ein Essen mit der Familie und dann ging es noch zur Sylvesterfeier bei meinem Cousin und seiner Freundin, es war ein lustiger Abend und wir hatten viel Spaß.

In einigen Wochen / Monaten, ich weiß noch nicht genau wann geht es dann in Richtung Arbeit weiter und ich freue mich schon darauf dass ich in meinem Leben endlich etwas zu tun bekomme, dieses ständige Zuhause sein oder hoffen das man mal Aufgaben bekommt langweilt ein schon sehr, ich beneide immer die Leute die sagen sie müssen zur Arbeit während ich nur sagen kann dass ich schaue was ich mit der Zeit anfangen kann und das macht mich wieder etwas unzufrieden aber es steht ja eine Besserung an. :-)


Ich kann es nicht glauben dass schon wieder ein ganzes Jahr vergangen ist und auch in dem Jahr 2015 hatte ich viele Höhen und Tiefen erleben müssen, war von Depressionen und Leid geplagt und hoffe dass es jetzt einfach nur noch Bergauf geht!


"Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr, ein Jahr voller Glück, Liebe und Gesundheit!"


Sonntag, 13. Dezember 2015

Geschlechtsangleichende Operation im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen


Geschlechtsangleichende Operation im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen vom 23.11 - 11.12.2015




Hallo ihr Lieben,


ich hatte meine geschlechtsangleichende Operation im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen bei Dr.Pottek am 24.11.2015 und möchte heute über meinen Aufenthalt in der Klinik berichten.




Tag 1: 23.11.2015 - Auf zur Asklepios Westklinik in Hamburg Rissen
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Kurz vor der Abfahrt mit meiner Cousine 23.11.2015

Ich bin an diesem Morgen schon etwas früher aufgestanden, so gegen 05:00 damit ich noch genug Zeit habe die restlichen Sachen zusammen zu packen die ich mitnehmen muss.
Ich habe mich noch fertig gemacht und 1 Stunde bevor ich zum Bahnhof gebracht wurde habe ich noch zusammen mit meiner Familie gerfrühstückt und hatte noch einen Besuch der sich von mir verabschieden wollte, hatte mich sehr gefreut.
Nach dem Frühstück um 08:45 musste ich mich für die Abreise fertig machen, es war schon schwer wie ich gesehen habe wie traurig meine Mutter gewesen ist dass ich gehen musste, ich wäre in dem Moment gerne bei ihr geblieben aber ich musste leider los. Um 09:00 war ich dann beim Bahnhof, begleitet haben mich mein kleiner Bruder, meine Schwester und mein Vater. Ich habe mir meine Fahrkarte gekauft und dann ging es zum Gleis 5 wo um 09:17 mein Zug nach Bremen abfuhr. Der Abschied fiehl mir alles andere als leicht. Um 11:05 erreichten wir dann den Bremer Hbf wo ich noch bis 11:33 Aufenthalt hatte, von Gleis 8 ging es dann weiter mit dem Metronom zum Hamburg Hbf den wir pünktlich um 12:45 erreichten, in Hamburg angekommen ging ich zur S Bahn Station wo ich die S1 Richtung Sülldorf um 12:59 nahm. Die S Bahn hatte sich leicht verspätet und ich dachte erst das ich den Bus in Sülldorf zum Asklepios Westklinikum nicht erreiche aber der Bus hatte zum Glück selbst Verspätung und somit erreichte statt um 13:45 um 14:00 die Klinik, es war alles etwas anstrengend da ich mehr Gepäck bei mir hatte als ich gebraucht hätte.
Dann ging ich durch den Haupteingang direkt zur Patientenaufnahme wo ich noch einige Dinge erledigen musste und mir mein Armband umgelegt wurde, danach ging es zur Blutabnahme, anschließend nach unten zu Frau Sommer um mich für das Op Vorgespräch anzumelden, nach 10 Minuten Wartezeit wurde ich dann aufgerufen und ins Zimmer gebeten wo mir die Operation nochmal in allen Einzelheiten mit Risiken erklärt worden ist. Danach konnte ich wieder zur Patientenaufnahme um mein Gepäck zu holen, mir wurde gesagt das ich mich auf Station 24 melden sollte, nahm mein Gepäck und machte mich auf dem Weg auf die Station 24, wo mir dann das Zimmer 13 zugeteilt wurde. Dort angekommen hat dort schon eine Andere gelegen die am selben Tag eine Korrektur-Op am frühen Morgen hatte, wir haben uns den Umständen entsprechend verstanden und uns ein wenig unterhalten. 30min später kam dann noch der Anästhesist und besprach mit mir den Ablauf der Narkose und füllte mit mir noch einen Bogen aus was meinen Gesundheitszustand angeht und den musste ich anschließend unterschreiben. Den Rest des Tages verbrachte ich damit mich mit meiner Zimmernachbarin zu unterhalten, meine Sachen einzuräumen und das Krankenhaus ein wenig zu erkunden, ich genoss die Beweglichkeit und Schmerzlosigkeit die ich an diesem Tag noch gehabt habe, weil ich wusste dass es nach der Operation erst einmal anders aussehen wird. Am späten Abend nach dem Abendessen habe ich dann das Abführmittel bekommen, nach c.a 45 Minuten merkte ich ein grummeln und leichte Krämpfe im Bauchbereich und ging aufs Örtchen, der erste Abführversuch ging etwas daneben da man mir nicht sagte das ich viel Wasser trinken muss bin ich fast zusammen gebrochen, der letzte Teil der Abführung funktionierte dann Problemlos und ich muss sagen es gibt deutlich schöneres als so eine Abführung. ;-) Nach der Abführung war ich dann etwas kaputt, müde und legte mich direkt ins Bett. Die Nacht habe ich leider gar nicht gut geschlafen, nicht wegen der Operation, eher weil ich einfach unruhig geschlafen habe, ich bin mindestens jede Stunde einmal wach geworden.




Tag 2: 24.11.2015 - Tag der Operation
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Nach meiner Operation am 24.11.2015


Da ich die Nacht nicht gut geschlafen habe, war ich schon relativ früh wach. Es gab kein Frühstück für mich da ich nüchtern bleiben sollte. Meine Operation war gegen 13:00 angesetzt. Ich bereitete mich auf die Operation vor, legte alles was nicht fest am Körper war ab und zog das Op-Hemd an. Da es alles für mich noch neu gewesen ist und man mich nur mit Nüchternheit im Bezug auf Essen ansprach habe ich den Fehler gemacht und habe etwas getrunken. Gegen 12:35 kam eine Schwester rein und sagte das meine Operation jetzt wäre und ich sprach an das ich was getrunken habe worauf meine Operation um 1 1/2 Stunde verschoben wurde, da der Zeitpunkt des Trinkens schon etwas länger zurück lag. Nach einer Stunde Wartezeit die mir wie eine Ewigkeit vorkam öffnete sich um 14:00 die Tür, die Schwester kam rein und sagte dass es gleich los geht und gab mir eine Scheißegaltablette die ich dann zu mir nahm. Dann wurde ich um 14:15 abgeholt und vor dem Narkose Vorbereitungsraum geschoben wo ich noch 10 Minuten wartete, ich dachte mir erst die Tablette wirkt bei mir nicht aber nach einigen Minuten hatte ich dann tatsächlich das Gefühl dass mir egal ist was jetzt passieren würde. Ich wurde im Narkosevorbereitungsraum geschoben, mir wurde ein Zugang mit Narkosetropf gelegt und dann wurde ich Richtung Op-Raum geschoben, noch bevor ich dort ankam bin ich schon eingenickt. Am späten Abend gegen 20:00 kam ich dann im Aufwachraum wieder zu mir. Ich war total entspannt und hatte mir nur gedacht: Das war es nun?, zugleich ein befreiendes Gefühl zu wissen dass das Ding unten verschwunden ist. Ich hatte schon beim Aufwachen relativ starke schmerzen und bekam noch eine Spritze im Zugang die sich ganz schön als Schwindel im Kopf bemerkbar machte, aber die Schmerzen ließen nach.
C.a um 21:00 wurde ich dann wieder auf Station 24 in mein Zimmer gefahren, mir ging es relativ gut und konnte mich noch mit meiner Zimmernachbarin unterhalten. Etwas später bekam ich dann wieder etwas stärkere Schmerzen und mir wurde ein Tropf gelegt mit Schmerzmittel, kurz darauf musste ich mich übergeben, scheint wohl etwas zu viel gewesen zu sein. Die Nacht konnte ich dann relativ gut schlafen.




Tage 3 - 5: 25.11.2015 bis 27.11.2015 - Bettruhe, Schmerzen, Aufstehversuch, erster Verbandswechsel
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Vom dritten Tag, den 25.11.2015 habe ich nicht viel zu erzählen, ich habe nur im Bett gelegen und mich quälten starke Schmerzen, ich war einfach nur froh und dankbar wenn sie mal kurz weg gewesen sind.
Am 26.11.2015 kam am frühen Morgen ein Pfleger rein und sagte dass ich nun meinen ersten Aufstehversuch habe, da ich einmal aus dem Bett muss. Es war ziemlich schwierig aufzustehen, das funktionierte nur mit Hilfe des Pflegers, ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und bekam schon die nächste Aufgabe. Ich sollte in Bad laufen und versuchen mich etwas frisch zu machen, mir war schwummrig und schwarz vor Augen, ich konnte mir gerade so die Zähne putzen und das Gesicht sauber machen, bevor ich dann zusammengebrochen bin habe ich die Notklingel gezogen und wurde wieder zurück ins Bett gebracht, auch den Rest des Tages verbrachte ich mit Bettruhe und unerträglichen Schmerzen, so wie die Nacht darauf.
Am fünften Tag, den  27.11.2015 stand der erste Verbandswechsel in Narkose vor mir, ich wurde am frühen Mittag nach unten gefahren und wartete dort 25 Minuten bis ich dann endlich dran gekommen bin. Ich wurde in einen kleinen Raum geschoben und bewegte mich rüber auf die Liege. Dort wurde mir wieder über den Zugang das Narkosemittel gegeben, ich wurde angeschlossen und verkabelt und bekam die Spritze woraufhin mir etwas schwindelig wurde, kurz darauf war ich auch schon weg und kam dann wieder gegen Mittag im Aufwachraum zu mir, endlich sind die Drainagen weg und mir ging es super und es dauerte auch nicht lange bis ich wieder auf die Station 24 in mein Zimmer gefahren wurde. Als ich auf mein Zimmer geschoben wurde habe ich gesehen dass meine Zimmernachbarin schon weg gewesen ist und bekam kurz darauf eine neue Zimmernachbarin, besser hätte es mich gar nicht treffen können, wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Ich wusste dass nun der Druckverband ab ist und blickte mal nach unten wie es gerade aussah, ja es war schon eine der Anblicke die man nie vergessen wird, das falsche Geschlechtsteil war definitiv weg und die Schamlippen waren geschwollen wie 2 Airbags. *lach*, es sah schon komisch aus. Wieder begann die Zeit mit der Bettruhe und unerträgliche Schmerzen, ich habe immer versucht es auszuhalten aber das ist fast unmöglich, es fühlte sich an als ob jemand ein Messer nimmt und einem die ganze Zeit dort unten reinsticht. Ich habe in der Zeit Thrombosespritzen und Schmerzspritzen bekommen, die Thromposespritze merkte ich schon gar nicht mehr, aber sobald die Schmerzspritze in Einsatz kam musste ich schon die Zähne zusammen beißen, es fühlte sich kurz so an als sticht jemand in meinen Körper aber der Vorteil war das die Schmerzen einfach mal aufhörten, wenn auch nicht lange. Den Rest des Tages verbrachte ich wieder mit Bettruhe und eine weitere Nacht mit unerträglichen Schmerzen...




Tage 6 - 8: 28.11.2015 bis 30.11.2015: Schmerzen und Verbandswechsel ohne Narkose
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An den Tagen vom 28.11 - 29.11.2015 verbrachte ich meine Tage und die Nacht nur mit Bettruhe und Schmerzmittel und Versuche aufzustehen was mittlerweile immer besser funktionierte. Was mich in der Zeit ziemlich ankotze war dass es nach der Op nur diese Suppen zum Essen gab, ich konnte diese am dritten Tag schon nicht mehr sehen und habe sie seid dem immer zurückgehen lassen und stattdessen nur einen Naturjoghurt gegessen, der Joghurt war für mich im Gegensatz zu den Suppen ein Festmahl. Am 28.11 gegen Mittag bekam ich dann ein Mittel damit der Stuhlgang angeregt wird und ich schaffte es tatsächlich Stuhlgang zu haben, ich hatte mich so gefreut...kurz darauf kam eine Frau vom Service und lies mein Essen von Flüssig auf "Leichte Vollkost" ändern, als sie mir meine Auswahl aufzählte dachte ich mir nur ich träume, ich habe mich riesig über das Mittagessen und das Abendbrot gefreut, diese 2 Scheiben Brot kamen mir vor wie ein 5 Sterne Menü, ich habe sie so genossen und war froh dass ich die Suppen endlich los geworden bin.
Am 30.11.2015 war der nächste Verbandswechsel, der erste der ohne Narkose stattfinden sollte. Ich wurde gegen 15:45 abgeholt und mit dem Bett nach unten geschoben und kam direkt drann, ich stand auf und begab mich in den Raum auf den Gynstuhl, Dieser kam mir in diesen Moment eher wie ein Folterstuhl vor, da ich unten noch recht ziemliche Schmerzen hatte. Bei dem Verbandswechsel wurde meine Neovagina gesäubert, es war nicht gerade angenehm und etwas schmerzhaft. Nach dem Verbandswechsel, als ich wieder auf mein Zimmer geschoben wurde war ich zerschossen und müde, ich war durch den Verbandswechsel einfach kaputt. Die Nacht verbrachte ich wieder mit starken Schmerzen dort unten, es ging über eine ganze Woche das ich die Nächte mit Schmerzen verbrachte die mich jedes Mal zu Tränen brachten es war kaum auszuhalten und einfach unangenehm, ich habe nur drum gebeten dass es bald bitte ein Ende hat.




Tage 9 - 14: 01.12.2015 bis 06.12.2015 - Verbandswechsel und Besuch von meiner Familie
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Am Dienstag den 01.12.2015 ist nichts großartiges passiert, ich verbrachte den Tag auf meinen Zimmer mit Bettruhe, Geh-Übungen und Fernseher, an diesen Tag verbrachte ich die erste Nacht in der die Schmerzen weniger und erträglicher wurden. Am Mittwoch den 02.12 hatte ich dann wieder Verbandswechsel, dieses Mal musste ich selbst nach unten gehen. Gegen 14:00 wurde mir dann von der Schwester gesagt das ich mich nach unten zum Verbandswechsel begeben möge und mich bei Frau Sommer melden soll. Der Gang nach unten war ziemlich anstengend, ich habe ziemlich geschwitzt und merkte wie sehr dieser Gang meinen Körper belastete. Unten angekommen war nach kurzer Wartezeit mein Verbandswechsel, wieder wurde meine Neovagina gesäubert aber dieses Mal wurde der Platzhalter gewechselt, die Mullbinden wurden aus der Neovagina entfernt und ich bekam unten ein Tampon mit Wundsalbe eingeführt, es war ein komisches Gefühl. Nach dem Verbandswechsel bin ich dann direkt wieder in mein Zimmer gegangen und musste mich ausruhen, ich merkte dass es in diesen Moment viel für mein Körper gewesen ist. Von diesen Tag an wurde ich vom Dr. gebeten mich jeden Tag unten gründlich zu duschen. Donnerstag, den 03.12 stand auch nichts besonderes an, auch diesen Tag verbrachte ich wieder mit Geh-Übungen und Waschversuchen, was ja immer so eine Sache war da man nicht richtig Duschen durfte und ich meinen Obekörper mit einem Tuch und Wasser sauber mache musste, den Rest des Tages verbrachte ich dann wieder im Bett. Dann am Freitag den 04.12 ist dann wieder Verbandswechsel gewesen, ich sollte mich gegen Nachmittag wieder nach unten begeben, bei Frau Sommer melden und dann ging es auch schon zum vierten Verbandswechsel. In diesen wurde wieder das selbe wie beim dritten Verbandswechsel durchgeführt, nur dieses Mal mit der Anordnung das ich mir die Tampons von nun an selbst entfernen und wechseln soll. Ich habe mir nur gedacht dass das nicht schwer sein kann. Am nächsten Tag, Samstag den 05.12 ist beim Duschen dann der Tampon rausgefallen, was aber Erstens nicht schlimm gewesen ist und Zweitens wurde mir gezeigt wie ich einen neuen selbst wieder einführen kann. Es war etwas lustig wo ich in der Dusche war und plötzlich merkte wie mir da unten was rausrutsche, es hat sich ziemlich komisch angefühlt, ich rief nur: Oh Gott, ich bekomme ein Kind, kaum war der Tampon gefallen sagte ich: Es ist ein Junge! Meine Zimmernachbarin hatte an so manchen Sprüchen von mir ihr Vergnügen... An diesen Tag konnte ich auch das erste Mal wieder meine Haare waschen, ich dachte mir nur was ist das für ein herrliches Gefühl, ich musste 2 Male drüber spülen so fettig sind die Haare gewesen, da fiehl mir im warsten Sinne des Wortes eine Last vom Kopf. Kaum war ich mit dem Duschen fertig, war in meinem Bett und merkte schon "Ohoh" das Einführen das Tampons funktioniert nicht so leicht wie gedacht, ich habe es nicht geschafft und musste es dann lassen. An diesen Tag bekam ich Besuch von einem Teil meiner Familie, meine Mutter, mein Bruder und die Freundin meines Cousin (mit ihrem Kind), ich habe mich riesig gefreut. Gegen 14:20 sind angekommen, ich habe mich riesig über diesen Besuch gefreut. Ich bin ja mit dem Vorsatz ins Krankenhaus gegangen ich würde ja etwas abnehmen können, aber da habe ich nicht daran gedacht das meine Mutter mir was mit bringen würde und kam dann mit sämtlichen Sachen, wie Chips, Schokobrötchen etc., ich dachte mir nur: Na toll, so viel zum Thema abnehmen, ich bin ja so schlecht darin sowas liegen zu lassen. *hihi* Nach 2 Stunden um 16:30 mussten sie dann gehen weil sie eine Reise von über 4 Stunden für den Rückweg vor sich hatten. Ich habe sie noch bis zum Ende der Station gebracht und mich dann verabschiedet, genau so schön wie der Besuch gewesen ist, so traurig bin ich später gewesen das sie wieder weg gewesen sind. Auch den Rest des Abends verbrachte ich dann im Bett, schaute etwas im Fernseher und schlief relativ früh ein, ich war froh das ich mittlerweile wieder besser und schmerzfreier schlafen konnte. Am nächsten Tag, Sonntag den 06.12 wachte ich dann am Morgen auf und fühlte mich als könnte ich Bäume ausreißen, die Schmerzen waren kaum spürbar und fühlte mich körper und geistig super, bis zu dem Zeitpunkt wenn ich aufgestanden bin und mich nur schlecht durchs Zimmer bewegen konnte. Es war aber mal wieder eine der ersten Tage an denen es mir viel besser ging, ich habe diesen Sonntag genossen.




Tage 15 - 17: 07.12.2015 - 09.12.2015 - Weitere Verbandswechsel und Geh-Übungen
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Am Montag den 07.12 stand wieder ein Verbandswechsel an, um 12:10 kam wieder eine Schwester und sagte das ich mich um 12:40 nach unten zum Verbandswechsel begeben möge. Um 12:30 lief ich dann schon los, da ich mit meinem Gang noch etwas länger brauchte, mich aber schon deutlich besser fühlte und auch bewegen konnte als die letzten Tage. Unten angekommen meldete ich mich wie immer bei Frau Sommer und musste dann auf 3 Personen die vor mir waren warten, dann kam ich endlich dran. Der Dr. zeigte mir bei dem Verbandswechsel nochmal wie das mit dem Tampon funktioniert, bei ihm sah es so leicht aus, er schob ihn rein und fertig ists gewesen, ich dachte mir nur das muss beim nächsten Mal einfach funktionieren. Am selben Tag etwas später versuchte ich es dann noch 2 mal und es klappte Problemlos, ich war erleichert das ich auch das endlich hinbekomme. Vom 08.12 kann ich nicht viel berichten, es war einfach nur ein Tag in dem ich Geh-Übungen machte und nichts weiter passiert ist. Am 09.12 war dann nochmal gegen Nachmittag Verbandswechsel, wieder wurde meine Neovagina gesäubert aber das Einführen des Tampons da war ich mittlerweile selbst für verantwortlich und es klappte immer wieder auf Anhieb. Auch diesen Rest des Tages ist nichts weiter passiert als das ich meine Geh-Übungen fortführte, ich musste schließlich wieder auf die Beine kommen. ;-)




Tag 18: 10.12.2015 - Katheder Schlauch Stöpseln und Protokoll führen
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An dem Donnerstag ging es mir schon deutlich besser, nur mit dem Laufen ist man noch eingeschränkt was aber logisch ist nach so einem großen Eingriff. Am Morgen bei der Visite wurde mir gesagt dass bei mir soweit alles in Ordnung ist und der Kathederschlauch gestöpselt wird. Ich führte mein Frühstück fort und c.a 2 Stunden später kam dann eine Schwester die meinen Kathederbeutel entfernte und den Schlauch zu stöpselte damit ich wieder versuchen kann normal Wasser zu lassen, dazu habe ich eine Tabelle bekommen in der ich eintragen sollte um welche Zeit ich gewesen bin und wieviel Restharn übrig geblieben ist, in dem ich den Schlauch immer entstöpsel nach dem ich Wasser gelassen habe und schaue wie viel im Messbecher übrig bleibt, bei einem Wert unter 100ml würde mir der Schlauch dann am nächsten Tag gezogen werden. Ich merkte gegen 13:15 zum ersten mal wieder Druck auf der Blase und traute mich nicht Wasser zu lassen, ich saß öfter auf dem Klo aber traute mich nicht, ich hatte die verrücktesten Gedanken: Die Harnröhre würde platzen, da würde alles Blut rauslaufen, dazu kam die Angst vor dem unbekannten weil ich nicht wusste wie das nun ist wenn man Wasser lässt. Nach c.a 1 Stunde um 14:08 schaffte ich es dann Wasser zu lassen, es war ein komisches Gefühl, auf jeden Fall anders als vorher aber ich war froh dass ich das nun endlich hinter mich gebracht habe. An dem Tag ging ich dann noch ein paar Male mit zufriedendstellenden ml-Werten. Es blieb nie mehr als 70ml zurück. An diesen Tag musste ich mich auch von meiner Zimmernachbarin verabschieden, das fiehl mir schon ein wenig schwer weil wir uns super verstanden haben und eine lustige Zeit zusammen verbrachten. Es war ein komisches Gefühl alleine auf dem Zimmer zu sein, es war ruhig und langweilig. Es dauerte nicht lange, dann bekam ich eine neue Zimmernachbarin, es war Eine die ich schon vom Verbandswechsel kannte, wir haben uns auch verstanden, das ist die Hauptsache. Am Abend dann legte ich mich früh ins Bett und habe recht gut geschlafen.





Tag 19: 11.12.2015 - Entlassung aus dem Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen
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Am Morgen gegen 09:20 war Visite und der Chefarzt Dr.Pottek kam persönlich mit dazu. Ich wurde gefragt wie es mir geht und ob ich soweit mit allem zurecht kommen würde, ich habe auf die Frage mit einem klaren "Ja" geantwortet. Dann wurde mir gesagt das meine Tabelle in Ordnung aussieht und mein Kathederschlauch gezogen wir und ich nacher nochmal zum Verbandswechsel und zur Überprüfung nach unten soll, nur dieses Mal mit Dr.Pottek da entschieden werden soll wann ich nun nach Hause gehen darf.
Gegen 14:00 war dann der Verbandswechsel und Dr.Pottek sah sich das alles nochmal an, mir wurde gesagt das meine Wundheilung super läuft und wenn es mir soweit gut geht könnte ich schon an diesen Tag nach Hause gehen. Ich war über die Nachricht sehr erfreut, da ja eigentlich 4 Wochen Aufenthalt geplant waren, aber die Ärzte sagten bei mir heilt soweit alles super und werde deshalb früher entlassen. Sie sagten ich hätte gute Voraussetzungen mit gebracht, ich rauche nicht, trinke kein Alkohol, nehme nichts Sonstiges zu mir außer meinen Hormonen und das beschleunigt wohl die Wundheilung. Nach dem letzten Verbandswechsel bin ich dann auf mein Zimmer gegangen und habe mein Koffer gepackt, mich fertig gemacht und war Entlassungsfähig. Da eine Andere auch am selben Tag entlassen wurde hatten wir beschlossen zusammen bis zum Hamburg Hbf zu reisen. Wir hatten uns noch von den Anderen verabschiedet und sind dann zusammen um 16:20 aufgebrochen auf dem Weg zum Hamburg Hbf. Es war anstengend mit meinem ganzen Gepäck und den Druck im Schritt zu reisen, es war nicht gerade angenehm aber es ging. Als ich aus dem Krankenhaus gegangen bin war es irgendwie ein ganz anderes Gefühl unter den Leuten zu sein, ich fühlte mich richtig wohl und einfach als komplette Frau, es war echt schön. Ich kam am späten Abend gegen 21:38 am Emden Hbf an, ich war so glücklich als ich vom Zug aus die Stadt gesehen habe, ich hatte richtig so ein Lächeln im Gesicht, da kamen mir schon fast die Freudetränen fast wieder Zuhause zu sein. Am Bahnhof angekommen holte mich meine Mutter zusammen mit meiner Schwester ab, ich habe mich riesig gefreut wieder Daheim zu sein und als ich dann Zuhause ankam habe ich es einfach nur genossen und mich riesig gefreut das ich endlich wieder bei meiner Familie bin.



"Das war soweit das Wichtigste zu meiner geschlechtsangleichenden Operation. In 8 Wochen muss ich nochmal zum Asklepios Westklinikum zur Nachuntersuchung."

Die Personen die meinen Blog lesen und denen mein Dank gilt wissen wer gemeint ist, ohne euch hätte ich so manches nicht geschafft, vielen Dank!

Dienstag, 17. November 2015

Noch wenige Tage bis zur geschlechtangleichenden Operation

Bild stammt von "de.flash-screen.com"



Hallo ihr Lieben,

mittlerweile ist es nur nur noch c.a 1 Woche bis zu meiner lang ersehnten geschlechtsangleichenden Operation bei Dr. Pottek im Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen.
Ich bin von Tag zu Tag aufgeregter, zu gleich steigt meine Angst vor der Operation an. Für mich ist es schon eine lange Zeit die ich im Krankenhaus verbringen muss, da ich ein Mensch bin der gerne viel unterwegs ist und zu tun hat, auch nach der Operation wird man ja noch einige Zeit eingeschränkt sein. Ich habe mittlerweile alles vorbereit, Kostenzusage, Einweisung und der Koffer ist auch schon gepackt.
Ich muss aber sagen dass der Op-Termin für meine Geschlechtsangleichung nicht besser hätte fallen können, am 24.11.2015 werde ich operiert und voraussichtlich am 23.12.2015 bin ich dann wieder Zuhause wenn alles gut geht, gerade noch rechtzeitig kurz vor Weihnachten. Mir ist das Weihnachtsfest sehr wichtig und ich liebe es, es ist schön geschmückt und hergerichtet, man ist zusammen mit der Familie und hat einen schönen gemütlichen Abend zusammen... Dieses Jahr freue ich mich besonders aufs Weihnachtsfest, ich habe dann meine angleichende Operation hinter mir, freue mich riesig wieder Zuhause bei meiner Familie zu sein und verbringen hoffentlich ein schönes Weihnachtsfest und Neujahr zusammen.
Seid dem ich den rechtskräftigen Beschluss meiner Vornamens. und Personenstandsänderung habe, war ich die letzten Tage damit beschäftigt wegen der Änderung meiner Dokumente hinterher zu gehen. Ich habe eine neue Geburtsurkunde, Zeugnisse, Krankenkarte und den Ausweis beantragt, ich freue mich schon wenn ich diese Dokumente demnächst in meinem Besitz habe so dass mein alter Name auf den wichtigsten Dokumenten verschwunden ist. Die neue Krankenkarte ist zwar schon in meinem Besitz, jedoch wurde mein altes Bild verwendet, weshalb ich auf eine neue Karte warten muss aber ich denke es gibt schlimmeres.

Was mich jedoch etwas runterzieht ist die Tatsache dass es in meinem Leben momentan drunter und drüber läuft und es gerade einfach kein schönes Lebensgefühl ist. Auch die letzten "Freunde" die ich hatte, haben sich von mir abgewandt aus welchen Gründen dass auch immer passiert sein mag und die letzten Kontakte die mir geblieben sind können sich auch nur melden wenn ihnen langweilig ist. Es scheint zwar  traurig auszusehen wieder so gut wie alleine da zu stehen aber ich trauer dem auch gar nicht mehr hinterher, ich möchte mit Menschen die nur verlangen und haben wollen aber selber nie Aufmerksamkeit und Zeit schenken können nichts zu tun haben, ich bin gerne für andere da aber wenn ich merke dass es nur Einseitig von mir aus kommt und ich dem anderen am Allerwertesten vorbei gehe breche ich den Kontakt dem entsprechend ab weil es einfach keinen Sinn macht sich von anderen ausnutzen zu lassen. Ich zweifle langsam wirklich an einem Gewissen und Gefühlen vieler Menschen, wenn man sieht worum es heute noch geht kann man meistens nur noch den Kopf schütteln.
Ich bin schon froh und dankbar dass es auf meinem Weg der Geschlechtsangleichung keine großen Probleme gegeben hat und alles meistens glatt gelaufen ist, ich gesund bin, dass ich meine Familie noch habe und von allen noch genau so behandelt werde wie früher und das ist mir wichtiger als alles Andere. Ich bin einfach nur froh wenn ich die Operation hinter mir habe und langsam ins berufliche Leben gehen kann, dem entsprechend wird mein Leben auch etwas anders verlaufen.

Viel mehr habe ich Momentan eigentlich nicht zu erzählen, da sich seid meinem letzten Beitrag nicht viel verändert hat. Ich weiß nicht genau wann ich mich wieder melden werde, werde aber auf jeden Fall von der Operation und dem Krankenhausaufenthalt berichten.


Fühlt euch lieb gegrüßt,
Sabrina










Donnerstag, 22. Oktober 2015

Geschlechtsangleichene Operation und Vornamensänderung 2

Geschlechtsangleichende Operation und Vornamensänderung 2


sabrinasoso.blogspot.de 10/2015

Hallo ihr Lieben,

vor 2 Wochen bekam ich die schriftliche Kostenzusage meiner Krankenkasse für die geschlechtsangleichende Operation und heute den 22.10.2015 habe ich dann den rechtskräftigen Beschluss meiner Vornamens. und Personenstandsänderung im Briefkasten entdeckt.



                                                                  Kostenübernahme:



                                                                         Beschluss:


Ich habe mich natürlich riesig gefreut über diese zwei Schriftstücke und kann es irgendwie immer noch nicht glauben, wie weit ich es schon geschafft habe. Ich erinnere mich noch gut daran, wo damals anfing mit meiner Psychotherapie, ich war voller Zweifel und Gedanken ob ich das alles schaffe, ob dieser große Schritt den ich mir für mein Leben vornehme zu bewältigen ist und ob ich das alles aus so einer kleinen Stadt wie Emden überhaupt schaffen kann, zu dem war ich in dieser Zeit noch ziemlich schüchtern und zurückhaltend.
Es ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl nun auch offiziell Frau Sabrina Appel zu heißen, damals als ich mich mit diesen Namen im Internet ausgegeben und identifiziert habe, habe ich es mir nicht einmal träumen lassen dass ich diesen Namen in Zukunft tatsächlich tragen werde.
Ich freue mich schon sehr wenn ich meine Dokumente ändern lassen werde. Ich bekomme endlich meine neue Geburtsurkunde, einen neuen Personalausweis, neue Zeugnisse... Es ist schon sehr komisch wenn man mittlerweile als Frau wahrgenommen wird und dann wird sich über den männliche Namen auf Dokumente gewundert und dann gerät man in eine Erklärungsnot. Ich selber habe den Ergänzungs-Ausweis 'dgti' für Transsexuelle nie gebraucht und auf meinem Weg auch keine Probleme ohne gehabt. Ich möchte dieses Hilfsmittel in keiner Weise anzweifeln, es ist sicher ein hilfreiches Dokument um sich zu erklären wenn man in Situationen gerät, in denen man sich ausweisen muss, keine Frage aber ich bin bisher sehr gut damit gefahren offen mit meiner Transsexualität umzugehen und wenn es zu einem Missverständnis zwischen Äußeren und Ausweis/Namen gab, habe ich meine Situation einfach erklärt und es war in Ordnung. Mir sind natürlich auch schon Sachen passiert, wie dass man mir vorwirft dass ich mich mit dem Ausweis meines Bruders ausweisen möchte oder so, was ich irgendwie immer toll gefunden habe wenn sowas passiert ist, denn es gibt einem ja auch eine Bestätigung in Richtung weibliches Aussehen.

Gesundheitlich geht es bei mir zur Zeit aufwärts und dann wieder abwärts, es kenne bestimmt viele dass man z.B. Montags vor Freude durch die Welt tanzen könnte und am nächsten Tag denkt man wieder über den Sinn des Lebens nach, bei mir sind es dann meistens die Themen die meine Geschlechtsangleichung betreffen, da ich nun mal noch nicht operiert bin und dieses Thema sehr an mir nagt, aber nun gut, so viel Zeit ist es bis zur Operation auch nicht mehr. :-)
Seid dem ich Progestogel zu mir nehme fängt es wieder mit Spannungen und Ziehen an meiner Brust an, meine Freude diesbezüglich hält sich in Grenzen, denn ich werde sehen ob sich noch was tut oder ob die Möglichkeiten der Hormone nun ausgeschöpft sind, zur Not gäbe es dann ja noch den Brustaufbau, den ich aber auch nur dann beantragen werde, wenn die Brust unter A-Cup liegt.

Das Thema Männer fällt mir auch so langsam zur Last muss ich sagen, jeder kennt es sicherlich dass man sich einen Partner für gemeinsame Stunden, Zärtlichenkeiten und zum Kuscheln wünscht, einem Partner mit dem man durchs Leben gehen kann, auch ich habe diesen Wunsch wie Millionen anderer Frauen und tausenden von Transsexuellen einen Partner haben zu wollen, nur muss auch ich leider immer wieder die Erfahrung machen, dass man als Transsexuelle eher als Sexobjekt wahrgenommen wird, was ich sehr schade finde aber runterziehen lasse ich mich davon nicht. Ich lasse mich überraschen wie es so nach der Operation aussieht, versuche eine Beziehung mit einem Mann auch gar nicht zu erzwingen, sollte es sich mal ergeben und alles passen wäre es natürlich toll.

Es gibt aber eine Sache von der ich überzeugt bin und dass ist die dass ich denke, dass mein Leben nach meiner Operation in eine andere aber bessere Richtung verlaufen wird. Ich bin noch bis nach meiner geschlechtsangleichenden Operation arbeitsunfähig geschrieben und werde mich nach diesem Schritt in Richtung Arbeit bemühen. Ich bin jetzt schon sage und schreibe über 2 Jahre nach meinem Schulabschluss arbeitsunfähig. Ich helfe zwar viel im Haushalt, treffe mich mal mit Kollegen, erledige Dinge für Andere oder übe Hobbys aus, aber da fehlt ganz klar der berufliche Teil im Leben und auf diesen freue ich mich schon sehr. Mir ist auch bewusst dass man da meistens mit Freude ran geht und man nach der Zeit dann genug davon bekommt, das höre ich zu genüge von anderen Menschen, aber ich denke das gehört genau so dazu wie man damals immer so viel "Lust" auf die Schule hatte. ;-)

"Ich muss noch ein großes Dankeschön im Bezug meiner Vornamens. und Personenstandsänderung an meiner Cousine los werden. Vielen lieben Dank nochmal für die Hilfe und die Zeit die du dir für mich auf dem Weg nach Bremen und Osnabrück genommen hast, ohne dich hätte ich diese Strecken nicht so problemlos hinter mich gebracht. Du hast mir damit auf meinem geschlechtsangleichenen Weg sehr geholfen."

So viel zur meiner aktuellen Situation, ich werde mich auf jeden Fall nochmal vor meiner geschlechtsangleichenden Operation melden und bedanke mich bei allen Leserinnen/Lesern für das Lesen meines Blogs, fühlt euch ganz lieb gegrüßt, 

Sabrina




Dienstag, 6. Oktober 2015

Geschechtsangleichende Operation und Vornamensänderung

Geschechtsangleichende Operation und Vornamensänderung





Hallo ihr lieben,

ich hatte ja am 01.09.2015 meinen Anhörungstermin beim Amtsgericht Oldenburg bezüglich meiner Vornamens. und Personenstandsänderung. Mit dem Beschluss wird es noch c.a 2 Wochen dauern, der sollte ja eigentlich am 30. September schon den Weg in meinen Briefkasten gefunden haben, jedoch brauchte die Emder aufsicht etwas für die Bestätigung, deshalb zieht sich das ganze nun etwas länger.
Ich habe gestern gegen 16:00 Uhr einen Anruf von meiner Krankenkasse (HKK) bekommen und hatte mir erst gedacht: Oh, was wollen die den jetzt schon wieder, aber sie kamen dann mit einer Nachricht die mir die Sprache verschlug. Mir wurde gesagt das die Kosten für die geschlechtsangleichende Operation übernommen werden und der Brief für die Kostenübernahme auf den Weg zu mir ist, ich hatte einen Freudensprung gemacht als ich die Nachricht erfahren habe, da ich mit einer Antwort erst später gerechnet habe. Somit steht der Termin meiner geschlechtsangleichenden Operation fest.


Termin der GaOP
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24.11.2015 - Asklepios Westklinikum in Hamburg Rissen bei Dr. Pottek (23.11.2015 ist Aufnahmetag)

Ich hatte heute noch ein Telefonat mit der Sekretärin Frau Sommer, eine sehr liebe und zuvorkommende Person muss ich sagen. Sie erklärte mir ein paar Dinge und sagte mir um welche Zeit ich c.a ins Krankenhaus eintreten sollte.
Natürlich sind es gemischte Gefühle da es jetzt nur noch c.a 6 Wochen bis zur Operation sind, ich bin aufgeregt, voller Glück und Freude zugleich etwas ängstlich was aber denke ich völlig normal ist.

Jetzt warte ich auf die schriftliche Genehmigung der Kosten von der Krankenkasse und den rechtskräftigen Beschluss meiner Vornamens. und Personenstandsänderung, nach dem ich den rechtskräftigen Beschluss habe heißt es Dokumente ändern lassen! :-)
Für mich ist es sehr interessant wie das nun alles so gelaufen ist. Angefangen vor 2 Jahren und 9 Monaten bis jetzt. Ich kann nur sagen das ich durch jeden Schritt den ich in Richtung Frau gegangen bin zunehmend glücklicher und selbstbewusster geworden bin und weiß dass es definitiv die richtige Entscheidung gewesen ist diesen Weg zu gehen.

An meinen Hormonen hat sich auch etwas geändert, ich nehme jetzt wieder 25mg Cyproteronacetat weil mir die Wirkung mit 12,5mg nach paar Monaten doch etwas schwach schien, dazu nehme ich seid knapp 1. Monat Progestogel für meine Brust, zum einen weil sie in letzter Zeit schmerzte, zum anderen weil ich hoffe dadurch noch etwas an Brust zu gewinnen. Meine Brustgröße lasse ich nach meiner GaOp ausmessen, sollte es kein volles A-Cup sein werde ich auch den Brustaufbau beantragen.
Mehr habe ich gerade nicht zu berichten, ich werde mich auf jeden Fall noch einmal melden sobald die Antwort der Krankenkasse und der rechtskräftige Beschluss da sind.

Ich wünsche euch allen alles liebe!

Mittwoch, 2. September 2015

Anhörungstermin beim Amtsgericht Oldenburg



Hallo ihr lieben Leser,

gestern bin  ich schon sehr früh aufgestanden (um 05:00) und habe mich für meine Fahrt nach Oldenburg vorbereitet.
Um 07:55 c.a bin ich dann am Bahnhof angekommen und habe mir die Fahrkarte geholt.
Als mein Zug dann um 08:16 abgefahren ist habe ich über den Anhörungstermin nachgedacht, wie es wohl verläuft, mit wem ich es zu tun haben werde und ob es auch so durchgehen wird aber habe mir da nicht all zu viele Sorgen gemacht, ich war sehr positiv gestimm, nur leider war das Wetter alles andere als positiv. Der Himmel war bedeckt mit dunklen Wolken und ab und zu kam ein kleiner Regenschauer der sich immer wieder nach kurzer Zeit legte. Eine Zugfahrt kam mir noch nie so langweilig vor wie diesem Tag, nicht das die Zeit nicht herum ging, es war einfach irgendetwas anders.
Mit einer kurzen Verspätung des Zuges bin ich dann um 09:34 am Oldenburg (Oldb) Bahnhof angekommen und schaltete direkt mein Handy Navigationssystem ein. Das war so ein kleines Problem, ich hatte gutes Netz und mein Internet wurde als funktionsfähig angezeigt, nur bekam ich die ersten 20 Minuten kein Internet und dachte mir nur: Oh nein, was soll ich jetzt machen? Ich wusste so gar nicht wie ich da sonst zu der Straße hinkommen sollte, da dies ein kleiner Fuß Weg war. Ich beschloss dann einige Fußgänger zu fragen, jedoch konnte mir niemand weiter helfen und ich malte mir schon das schlimmste aus: Ich werde es nicht schaffen. Doch dann ging mein Internet plötzlich wieder an und das Navigationssystem führte mich bis um 10:05 zu der besagten Straße. Ich war froh das ich es doch noch geschafft habe zum Amtsgericht zu kommen. Da ich noch etwas Zeit hatte verbrachte ich diese damit ein wenig das Gerichtsgebäude zu erkunden. Kurz vor der Terminzeit um 10:21 (der Termin war um 10:30) setzte ich mich vor das besagte Zimmer in der I Etage Zimmer 101 und wartete. Um 10:30 passierte dann noch nichts und fragte die dort sitztenden Leute ob sie auch einen Termin in diesem Zimmer haben würden und es war auch so. Ich habe mich dann ein wenig mit ihnen unterhalten. Dort waren 2 Transmänner, einer davon mit seiner Mutter. Es waren sehr nette Leute, auch wenn es kurz war fand ich es schön noch kurz mit jemanden über dieses Thema sprechen zu können. Dann ging ungefähr die Tür um 10:45 auf und wir wurden nach und nach rein gebeten. Es dauerte ja nicht sehr lange, da wir nur 3 Personen gewesen sind. Kurz darauf wurde ich dann ins Zimmer gebeten und habe mich gefragt wie es jetzt wohl ablaufe wird und dachte mir nur: Augen zu und durch. Das Gespräch ging um die 10-15 Minuten, es war locker und man konnte sich gut unterhalten, kurz darauf hin wurde ich ins Nebenzimmer gebeten wo ich meinen vorzeitigen Beschluss bekam. Ich war so glücklich als ich das endlich geschafft habe. Jetzt heißt es nur noch 3-4 Wochen auf den rechtskräftigen Beschluss wurden und anschließend alle Dokumente ändern lassen, wie Personalausweiß, Geburtsurkunde... Ich war gestern am Abend sehr müde und kaputt und war schon um 20:00-20:30 im Bett.
Somit habe ich die Vornamens- und. Personenstandsänderung so gut wie abgeschlossen. Meinen Antrag für die geschlechtsangleichende Operation habe ich ebenfalls heute an meine Krankenkasse abgeschickt, auch hier heißt es jetzt auf eine Antwort warten und auf die Bewilligung hoffen.